Fastenwandern für Hartgesottene – ein Reisebericht und 10 Tipps

Fastenwandern im Harz
Aline beim Fastenwandern

Aline beim Fastenwandern

Anfang diesen Jahres habe ich mir einen Traum erfüllt: Ich war das erste Mal Fastenwandern. Heilfasten nach Buchinger und Wandern im Doppelpack. Dazu noch ein paar Tage Ruhe, raus aus dem Alltag und ein bisschen Selbstfindung.

Das war mir vorher gar nicht so klar, aber es gibt zig Anbieter. Als Marketingberaterin stellt sich mir gleich die Frage: Was, so groß ist der Markt?

Im Prinzip gibt es zwei Angebotsformen:

  1. Fastenleiter, der Reisen zu unterschiedlichen Terminen in unterschiedlichen Regionen anbietet und
  2. Fastenwandern an einem festen Ort als Hotelangebot, zum Teil mit unterschiedlichen Fastenleitern.

Fastenwandern im Harz – Eine lieblose Begrüßung

Ich landete zum Fastenwandern im Harz, in der Nähe von Thale. Eigentlich ganz schön weit von München aus, aber es hat einfach kein anderer Termin gepasst. Schon Neujahr habe ich wenig gegessen, auf der Fahrt nur Obst und ein bisschen Gemüse. Und dann die lange Fahrt.

In den Unterlagen steht: Zimmerbezug ab 15:00 Uhr, Beginn der Veranstaltung 15:00 Uhr. Merkwürdig und es klingt nach Stress. Ich bin eine halbe Stunde vorher da. Die Begrüßung durch eine Hotelmitarbeiterin fällt leider aus. Dafür werde ich gleich zur Kasse gebeten. 15 Euro Kurtaxe.

Ich beziehe mein Zimmer im Nebenhaus des Gebäudes, 2. Stock ohne Aufzug. Auf den ersten Blick ganz nett. Ich trinke schnell ein Glas Leitungswasser. Pfui Teufel. Das Wasser schmeckt eklig. Abgehetzt schaffe ich es zum Start der Veranstaltung.

Wir sind 18 Personen. Leider, denke ich. Ich hatte gehofft, dass es nicht so viele sind. Wir werden durch die Fastenleiterin begrüßt. Sie berichtet, dass sie seit 15 Jahren Fastenwanderungen durchführt. Trotzdem liest sie die (wenigen) Infos aus einer Mappe ab.

Es gibt ein paar Regeln. Eine davon lautet: Redet nicht über Euren Beruf. Schade, denn Berufliches muss ja nicht negativ sein. Aber gut. Schauen wir mal.

Eine Stunde später drehen wir unsere erste Wanderrunde in der Januarkälte. Die Fastenleiterin erzählt, dass sie mit ihrer Webseitenbetreuung unzufrieden ist. Zack da ist es: Das erste Berufsgespräch 😉

Gemüsebrühe und widerlicher Tee

Um 18:00 Uhr gibt’s Abendessen. Im „nullachtfuffzehn“ Frühstücksraum der Pension. Von der Decke hängen goldene und silberne Girlanden. Irgendwoher kommt Zigarettenrauch. Aus der Küche?

Sauerkrautsaft

Sauerkrautsaft

Es gibt Sauerkrautsaft und eine Suppe. Die Suppe ist eigentlich eine Essenz: SEHR dünn, gelblich, ungesalzen und schmeckt nach nichts. Auf dem Tisch stehen Gewürze: Curry, Paprika, Ingwer, Petersilie. Zitronenschnitze sowieso. Wir würzen. Salz ist verboten. Wir essen die Brühe mit einem Teelöffel. Ein Genuss 😉 Beim Fasten soll man viel trinken, also trinke ich zwischendurch Wasser und Tee. Der Tee schmeckt furchtbar: „Komische“ Sorten, z.B. Leinsamen-Hafer, ein latenter Kaffeegeschmack, der von der Thermoskanne herrührt und das Wasser schmeckt eben auch nicht. Zum Abgewöhnen.

Und dann kommt das, was unweigerlich zum Fasten gehört: Das Abführen mit Glaubersalz. Pfui Teufel ist das widerlich. Ich würge das Zeug schluckweise, mit zugehaltener Nase runter. Dann bin ich erst einmal fix und fertig. Und mir ist schlecht. Richtig schlecht. Ganz schlimm schlecht. So schlecht, dass ich den Tee und die Suppe in die Kanalisation befördere.

Das Glaubersalz wirkt trotzdem. Ich versuche dazwischen meine Sachen auszupacken und zu schlafen. Das Bad hat leider keine Heizung. Dafür aber eine Dauerlüftung an der Decke. Es ist eiskalt. Ich bin müde. Mir ist schlecht.

Am nächsten Morgen geht’s mir besser. Abgesehen von den Kopfschmerzen. Ich quäle mich zum Frühsport. Am Flussufer bei gefühlten 5 Grad minus. Wir hampeln ein bisschen rum und können anschließend ein Kneippbad nehmen. Also mit den Füßen in den Fluss. Ich laufe kurz barfuß durch den Schnee. Dann Socken an und zum „Frühstück“.

Am Morgen sieht der Frühstücksraum auch nicht gemütlicher aus. Die Fastenleiterin hat einen Entsafter aufgebaut. Den sollen wir selber bedienen. Eine der Teilnehmerinnen schmeißt Karotten rein. Dazu gibt’s noch ein paar Äpfel. Mist, wir haben vergessen die Kanne zu leeren. Karottensaft fließt auf die Wachstuchdecke.

Jeder bekommt einen kleinen Schluck. Die meisten löffeln wieder. Leider schmeckt der Tee auch heute nicht besser. Es gibt nur zwei Sorten: Pest oder Cholera. Ich vermisse Teesorten, die mir schmecken (merke für’s nächste Mal: Tee mitbringen). Und das Wasser scheint wirklich ein Problem zu sein. Egal. Ich freue mich aufs Wandern und packe meinen Honig ein, den jeder Teilnehmer als Wanderproviant mitbekommt.

Knallharte Wanderungen und danach eine muffige Dusche

Verschneiter Harz

Es sieht überall gleich aus.

Wir laufen los. Fastenwandern Tag 2. Wir sind 16 Wanderfreunde. Meine linke Tischnachbarin bleibt in der Unterkunft. Einer der Teilnehmer macht sein eigenes Ding. Er ist auch an den nächsten Tagen nur zum „Frühstück“ da.

Es hat geschneit. Wir stapfen durch Neuschnee. Das Tempo ist hoch. Ich wundere mich: Ich bin ganz gut zu fuß, gehe öfters in die Berge, aber das ist schnell. Und mir scheint, dass es für einige zu schnell ist. Wir kommen an eine Köhlerei und trinken einen Tee, der schmeckt viiiiel besser als im Hotel. Und dann geht’s weiter. Mir wird kalt. Ich muss laufen. Andere kommen nicht mit. Wollen eine Pause. Also Anhalten. Laufen. Anhalten. Ich bin eiskalt. Dann verlieren wir zwei, die fotografieren wollten. Zwei andere gehen zurück und suchen. Wieder warten. Irgendwann dürfen wir bis zum Hotel durchlaufen.

Am Abend erfahren wir, dass wir heute 16km gelaufen sind. Ganz ordentlich für den ersten Tag. Ich habe Kopfschmerzen. Mir ist schlecht. Mir tun die Füße weh.

Ich stelle mich unter die Dusche. Das Duschwasser riecht wie der Tee. Muffig. Modrig. Abgestanden. Ich lege mich mit zwei Fleece-Jacken, drei Paar Socken bei aufgedrehter Heizung mit zwei Decken ins Bett. Und mir ist immer noch kalt. Auch beim „Abendessen“. Anderen geht es auch nicht gut. Vor allem die Anfänger haben Kopfschmerzen.

Am Abend fehlen dann schon zwei. Sie sind abgereist. Ich bin nicht überrascht. Die haben während der Wanderung ganz schön gestöhnt.

Wer den FDGB-Charme früherer Jahre erleben will, sollte in den Harz fahren.

Fastenwandern Tag 4

Viel Schnee und Wald.

Die Fastenleiterin war stets bemüht: Informationen ablesen. Meditieren auf Zuruf am Tisch: „So, wir meditieren jetzt.“ Ok?!? Ebenso: „Wir schweigen jetzt.“ Sie hat einfach kein Händchen für so etwas. Meditationen gehören zu meinem Alltag als Yoga-Schüler, aber so etwas habe ich noch nie erlebt. Das „Spirituelle“ kommt auf dieser Reise zu kurz.

Wir erleben groteske Situationen. Gucken uns oft irritiert an. Manchmal denke ich, gleich kommt die versteckte Kamera rein. Schöne Atmosphäre geht anders. Wie, das erfahre ich von meiner linken Tischnachbarin aus Hamburg. Selber Fastenleiterin, Fitnesstrainerin und Gesundheitscoach ist sie mein Fastenratgeber in dieser Woche.

Überhaupt ist die Gruppe sehr nett. Und hilfsbereit. Viele Frauen – klar. Die meisten um die 50. Auch klar. Einge haben schon einige Fastenkuren gemacht. Trotz Gesprächsverbot erfahre ich: Viele Selbstständige und gestandene Frauen. Eine starke Gruppe. Schnabbel und Gerd sind auch dabei. Kann ich gut ausblenden. Andere nicht. Sie sind genervt. Allerdings hat Gerd einen „Garmin“ (ein Wander-GPS-Gerät) und informiert uns über die Wanderstrecken. Zumindest im Nachhinein.

Am zweiten Tag wandern wir zum Hexentanzplatz. Meine Tischnachbarin links bleibt wieder im Hotel. Eine andere Teilnehmerin kürzt ab. Der Einzelgänger ist eine andere Strecke gegangen. Es geht stramm voran. Von unserer Kursleiterin erfahren wir nicht viel. Weder über die Strecke, noch über die den Harz. Auch nicht über das Fasten. Wir renne in Kleingruppen durch die tiefverschneite Landschaft.

Fastenwandern

Fastenwandern

Oben am Hexentanzplatz wollen wir etwas trinken. Auf eine richtige Toilette. Unsere Fastenleiterin sagt, dass uns 20 Minuten zum Teetrinken bleiben, denn wir müssen noch den Berg runter zur Bushaltestelle. Es gibt einen Bus, den wir erwischen müssen. Der nächste kommt dann erst zwei Stunden später. Also stürzen wir in ein Hotel-Restaurant. Nur was trinken. Die dicke Bedienung hinter der Theke mit der Ostfrisur verzieht das Gesicht. (Als gebürtiger Ossi darf ich das sagen.) Ich fühle mich 25 Jahre zurückversetzt. Wer den FDGB-Charme früherer Jahre erleben will, sollte in den Harz fahren.

Eine heiße Zitrone später sind wie wieder draußen. Mir ist kalt. Und mit hohem Tempo rennen wir den Berg runter. Und kommen „zu früh“ an der Bushaltestelle an. Noch eine halbe Stunde bis der Bus kommt. Mit anderen Leidensgenossinnen gehe ich ins Foyer der nahe gelegenen Therme. Zum Aufwärmen.

Und dann merkt man es immer mehr: Die Stimmung in der Gruppe ist angespannt. Die meisten sind unzufrieden. Vor allem mit der Fastenleiterin. Sie hat offenbar wenig Gespür für die Gruppe. Es entstehen Diskussionen. Unruhe. Ein paar meckern ganz offen. Die Fastenleiterin sucht sich Verbündete unter ihren Stammgästen.

Die Männer scheinen genügsamer. Schnabbel und Gerd auch. Später denke ich, bei denen hat wahrscheinlich der (niedrige) Reisepreis den Ausschlag gegeben. Die anderen sind aus terminlichen Gründen hier gelandet, so wie ich, weil Anfang Januar im Job nicht so viel los ist. Einige wollen den Harz kennenlernen.

Von Gerd erfahre ich später im Hotel, dass wir heute – Fastenwandern Tag 3 – 18 km gewandert sind.

Besseres Körpergefühl und miese Stimmung in der Gruppe

Fastenwandern-6

Fastenwandern im Harz

Am 4. Tag – es ist der dritte Fastentag – sind endlich meine Kopfschmerzen weg. Ich lerne: Kopfschmerzen und Hunger haben mit einer ungenügenden Entleerung zu tun. Ich thematisiere es nicht weiter, aber zum Fasten kommt ein regelmäßiger Einlauf mittels Irrigator. Die alten Hasen winken ab, alles kein Problem. Ich stelle mich ein bisserl an. Obwohl einige Teilnehmer erreicht haben, dass die Lüftung abgestellt wurde, ist es immer noch kalt im Bad. Wie kann man so einen Schrott bauen? Ein Bad ohne Heizung…

Dann geht’s los. Wir laufen „nur“ 12 km sagt Gerd. Wir sind zu zehnt. Erfahren wieder mal nicht viel über die Strecke. Das Jagdschloss Windenhütte ist weder ein Schloss noch eine Hütte und außerdem geschlossen. Schade. Einen Tee aus frischem Wasser hätte ich gern gehabt. Und auf einer richtigen Toilette pinkeln hat auch so seine Vorteile. Also löffele ich meinen Honig und es geht zurück.

Trotz der Widrigkeiten fühle ich mich gut. Das Fasten tut mir gut. Ich bin erleichtert. Leicht. Ich habe wunderbare glatte Haut. Aber mir ist immer kalt. Mein Geruchsinn ist sehr stark. Um den nicht weiter herauszufordern, dusche ich nur noch kurz und trinke keinen Tee mehr. Sondern Wasser aus der Flasche.

Und ich brauche auch nicht mehr so viel Schlaf. Nachdem ich an den ersten beiden Tagen 12 Stunden pro Tag geschlafen habe, reichen jetzt 7.

Und dieses Fastenwandern erinnert mich ein bisschen an meine Schwangerschaft: Ein grundsätzlich gutes Gefühl und einige fiese Nebenwirkungen. Wobei es wohl beim ersten Mal am Schlimmsten ist. Vor allem in den ersten Tagen. Später wird’s besser. Manche haben auch gar nichts.

Für den Donnerstag ist die Tour auf den Brocken angesagt. Aufgrund der Wettervorhersage schlägt ein Teilnehmer vor, die Ausflüge vom Donnerstag und Freitag zu tauschen. Mir ist es egal, weil ich weder am Donnerstag noch am Freitag auf den Brocken will. Gipfel im Nebel muss nicht sein. Jedenfalls entwickelte sich eine Diskussion mit Befürwortern und Gegnern. Einige sind der grundsätzlichen Meinung, man sollte ein Programm (immer) so lassen, wie es geplant ist. Das finde ich nicht. Man kann über alles diskutieren. Es muss nur einen geben, der eine solche Diskussion moderiert und sie dann, mit einem für alle akzeptablen Ergebnis, in einem angemessenen Zeitraum, abschließt. Das war leider nicht so. Und es blieb bei der Brocken-Tour.

Aus der ich mich ausklinke. Stattdessen mache mit zwei anderen Mädels eine kürzere Alternativtour. Es ist Tag 5 meiner Fastenwander-Woche. Eigentlich wollte sich noch eine vierte Teilnehmerin anschließen. Die ist dann aber doch spontan abgereist. Entnervt von der schlechten Stimmung und endlosen Diskussionen wie am Vorabend.

Die Sonne lacht durch den Winterwald. Mir wird bewusst, wie dunkel der Harz ist. Von Einheimischen erfahren wir, dass selbst im Sommer die Sonne nur 4 Stunden ins Tal rein scheint. Wir trinken in einem schönen Forsthaus mit Kamin schwarzen Kaffee (heimlich, denn Kaffeetrinken soll man nicht) und quatschen über Gott und die Welt. Ein schöner Tag.

Am Abend gehen wir in die Bergsauna. Die kostet extra. Tut aber gut. Ich bleibe nur kurz. Verbringe viel Zeit in meinem Zimmer. Eigentlich wollte ich viel lesen und auch ein Buch durcharbeiten, aber ich kann mich nicht konzentrieren. Also döse ich und schlafe dann früh.

An diesem Abend erfahre ich von einem der es weiß, dass der Hotelier das Wasser in großen Tanks sammelt.

Eine Geschäftsstraße ohne Geschäfte und Heimweh

Blankenburg

Blankenburg

Fastenwandern vorletzter Tag. Wir fahren nach Blankenburg. Wer shoppen will, kann das dort tun, sagt die Fastenleiterin. Von wegen. Es gibt eine Einkaufsstraße, aber ohne Geschäfte. NKD, Kik, ein Chinaladen und Edeka zählen für mich nicht. Es gibt einen Buchladen. Drinnen Zigarettenrauch von der Besitzerin, denn Kunden sind keine da. Und höchstens 50 Bücher, verteilt in 5 Regalen. Ich muss würgen, gehe ganz schnell raus und bin restlos überwältigt von so viel Geschäftssinn.

Blankenburg Schloss

Die Stadt ist restauriert, hat ein Schloss – alles sieht auf den ersten Blick sehr gepflegt aus. Aber tot. Später erfahren wir, dass sich die Geschäfte von Blankenburg auf der „grünen“ Wiese befinden.

 

Die restliche Zeit verbringen wir einem ganz netten Restaurant bei gut riechendem Tee. Ich merke wie die Vorfreude auf zu Hause steigt.

Zum Abschluss gehe ich noch mal in die Sauna. Die ist auch für die Einheimischen offen. Und wird am Freitag von ihnen auch genutzt. Sie zeigen uns wer Herr im Hause ist, indem sie alle vorhandenen Liegen im Ruheraum a la Mallorca mit ihren Handtüchern belegen. Die Dielen im Ruheraum knarren. Eher ein Unruheraum. Also verschwinde ich schnell aufs Zimmer.

Am Samstag wache ich um kurz vor 4 auf. Ich schmeiße meine Sachen ins Auto und fahre los. Und mit jedem Kilometer, den ich mich vom Harz entferne, macht sich so etwas wie Erleichterung breit. Zum Frühstück bin ich dann zu Hause. Ich breche mein Fasten mit einem Apfel. Im Kreise meiner Lieben. Erleichtert und leicht und um viele Erfahrungen reicher.

Hier meine Tipps fürs Fastenwandern:

  1. Achtet auf die Qualität des Hotels, z.B. via Holidaycheck. Auch wenn Ihr tendenziell die Jugendherbergs-Typen seid, Fasten ist eine Ausnahmesituation und ein kuschliges Hotel ist wichtig. Eine Saune ist eigentlich Pflicht, andere Wellness-Angebote sollten nicht fehlen.
  2. Fragt nach der Gruppengröße. Nach dieser Erfahrung im Harz würde ich sagen, dass die Gruppe maximal 10-12 Personen haben sollte. Vor allem wenn das Wanderniveau so unterschiedlich ist, wird es mit großer Teilnehmerzahl schwierig.
  3. Kaum zu bewerkstelligen, aber versucht Referenzen der Fastenleitung einzuholen. Achtet auf Ausbildung und Erfahrung. Und achtet auf Euer Gefühl. (Meines hat mich leider total im Stich gelassen.) Aber selbst dann kann es menscheln… Ich habe von anderen Teilnehmern gehört, dass es viele „schwarze Schafe“ gibt. Eine Ausbildung zum Fastenleiter kann jeder machen.
  4. Fragt nach, wie lang die Wanderstrecken sind, welche Höhenmeter bewältigt werden. Unser Pensum war für viele definitiv zu hoch. Sie waren unzufrieden, sind abgereist oder haben komplett ihr eigenes Ding gemacht. Erschwerend kommen im Winter Kälte und Neuschnee dazu.
  5. Überlegt Euch, wohin ihr fahrt und zu welcher Jahreszeit. Ich werde nicht mehr im Januar zum Fastenwandern fahren, da ich die ganze Zeit gefroren habe.
  6. Packt Euch ein paar Wellness-Sachen ein: Kuschelsocken, Kuscheldecke, gut riechendes Körperöl bzw. Bodylotion, Gemüsebrühe, Massagebürste, eigenen Lieblingstee.
  7. Schaut auf Eure Wandersachen. Wichtig sind gute Sohlen an den Schuhen, Wanderstöcke, Regenschutz, guter, regensicherer Rucksack und eine gescheite Thermoskanne.
  8. Wenn Ihr abends lesen wollt, packt Euch eventuell eine kleine Leselampe Oft gibt es in den Hotels nur Funzeln.
  9. Nehmt einen Wasserkocher mit. Ich werde mir beim nächsten Mal auch schwarzen Kaffee einpacken.
  10. Und denkt an ein gutes Buch.

Trotz der durchwachsenen Erfahrungen werde ich wieder zum Fastenwandern fahren. Ich hatte ein paar Tage für mich. Und das Fasten hat meinem Körper sehr gut getan. Das nächste Mal werde ich beim Buchen allerdings etwas genauer hinschauen. Vielleicht helfen Euch meine Tipps.

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Fastenwandern. Vielleicht trifft man sich mal.

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