Geschichte der Klöster

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Einsiedelei in Gemeinschaft

Ihren Ursprung haben Klöster im Eremitentum. Das Wort Mönch leitet sich vom griechischen Wort monachós (Einsiedler) ab. Die Lebensform und die Organisation in Klöstern haben ihren Ursprung im Orient des 3. Jahrhunderts, als sich zum ersten Mal Einsiedler, gemäß dem Vorbild Johannes des Täufers, in die großen Wüsten zurückzogen. Sie suchten innere Einkehr und ewiges Seelenheil.

Bald begannen diese Mönche lose Kolonien zu bilden. Jedoch noch vollständig von einander isoliert. Meist gab es in solchen Lebensgemeinschaften bereits einen besonders erfahrenen Mönch, der als geistige und alltägliche Autoritätsperson anerkannt wurde.

Benedikt von Nursia gestaltete das Klosterwesen

Die Gestaltung des Klosterwesens in Europa wurde von Benedikt von Nursia (500 n. Chr.) geprägt. Die von ihm geschaffenen Ordensregeln, ursprünglich nur für das Kloster Monte Cassino bei Neapel bestimmt, wurden bis ins 10. Jahrhundert für mustergültig angesehen. Sie verpflichteten zu lebenslänglichem Aufenthalt im Kloster und zu dem dreifachen Gelübde der persönlichen Armut, der Keuschheit und des unbedingten Gehorsams. Diese Verbindung zwischen Besinnung und Arbeit (Ora et labora) bildete die Basis vieler folgender Gemeinschaften.

Aufenthalt in Klöstern

Bereits im Mittelalter boten Klöster Unterkunft für Reisende. Klöster lagen häufig entlang der Pilgerwege zu den großen Wallfahrsorten. Sie waren Herbergen für Pilger und versorgten diese mit Proviant. Also schon früh in der Geschichte der Klöster hatten sie die Funktion eines Hotels. Auch in Ihrer Bauweise spiegelte sich diese Herbergsfunktion wider: Es gab Gästezimmer, Aufenthaltsräume, Bäckereien, Brauereien und Speiseräume.

Heute gibt es in Deutschland ca. 300 Klöster und Ordensgemeinschaften, die Gäste aufnehmen. Den Begriff Klosterurlaub vermeiden aber viele Klöster. Urlaub hat aus ihrer Sicht zu viel mit Tourismus zu tun. Sie benutzen viel mehr die Begriffe: Tage der Stille oder Kloster auf Zeit. Das Angebot der Klöster ist ganz unterschiedlich. Es reicht von reinen Formen des Mitlebens über reichhaltige Seminarangebote mit sprirituellen und weltlichen Inhalten.

Auch in anderen Ländern ist ein Aufenthalt im Kloster möglich. Über das Netzwerk Klösterreich haben sich 22 Klöster in Österreich und Osteuropa zuzammengeschlossen. Aber auch in der Schweiz, in Italien, Spanien und anderen Ländern bieten Klöster Unterkunft für Besucher.

Alltag im mittelalterlichen Kloster (Wissen im Quadrat)

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